1. Wie bist du auf den Beruf Tantramasseurin gekommen?
Ich befand mich zuvor in einer längeren beruflichen Umbruchphase. Wie auch in meinen vorhergehenden Ausbildungsberufen wollte ich wieder nah und direkt am Menschen arbeiten, aber verbunden mit der Sehnsucht

nicht nur die äußerliche und physische Ebene anzusprechen. Ich besuchte Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung und Selbsterkenntnis, erlernte Energiearbeit, reiste nach Nepal, schaute mir viele verschiedene Methoden an um mit Menschen prozessbegleitend zu arbeiten.
Sechs Monate verbrachte ich dann in einer Gemeinschaft nahe Berlin. und besuchte mein erstes Tantramassageseminar bei Nhanga Ch. Grunow ... da wusste ich sofort – das ist es – Tatramasseurin!
Ich hörte von erfahrenen Frauen von verschiedenen Instituten und auch hier war gleich klar – das Dakini ist es! Es hat einen unvergleichlichen Anspruch an jegliche wichtige Bereiche für diesen Beruf.

2. Worauf kommt es in deinem Beruf ganz besonders an?
Für mich haben Qualitäten wie Unvoreingenommenheit und Akzeptanz, Offenheit und Wertfreiheit, Einfühlungsvermögen und innere Ausgeglichenheit, Präsenz und Bewusstsein, Neugierde und Interesse an meinem Gegenüber, Begeisterung und Leidenschaft für das was ich tue, Wissen und Klarheit - und ein offenes Herz höchste Priorität. (aber auch ich bin nur ein Mensch und manchmal ist es auch schön, einfach zu lachen)

3. Verrätst Du uns auch etwas Privates?
Privat lebe ich momentan etwas ruhiger, da ich in Berlin lebe, in Zürich arbeite und in Köln eine Ausbildung in spiritueller Therapie mache, und somit viel unterwegs bin, was ich aber auch sehr mag. Daher bin ich sehr gern einfach mal nur zu Hause, liebe lange Gespräche mit Freunden, genieße gutes Essen mit einem Glas Rotwein, ebenso die Natur.
Ohne mein Fitnessstudio und Yoga zum Ausgleich fehlt mir was ganz wesentliches, und wenn es irgendwann die Zeit mal wieder zulässt werde ich mit dem Reiten wieder beginnen.

4. Was nimmt ein Gast, der bei Dir war, mit nachhause?
Ich wünsche mir, das Gefühl aus einem Raum voller Vertrauen entspannt und gelassen herauszutreten, erfüllt von gestillten Sehnsüchten und Bedürfnissen nach Berührung und Sinnlichkeit, Momente in denen er sich ganz frei fallen lassen und SEIN konnte – ohne etwas zu „müssen". Und vielleicht noch hier und da eine Erleichterung darüber, ganz offen über etwas sprechen zu können was ihn sehr bewegt, und durch eine gewisse Anonymität, wird das Gesagte frei von Wert und Urteil sein. Etwas länger wird ihn eine körperliche Präsenz und Wahrnehmung/Wachheit begleiten, in der stillen Freude, sich in seiner sexuellen Energie und deren Ausdruck frei gelebt zu haben...
Zurückschauend auf eine Zeit in der er ganz bei sich war, verschmolzen mit seinem Körper und seinen Gefühlen, frei im Geist und Herzen. Und vielleicht noch hier und da eine Erleichterung darüber, ganz offen über etwas sprechen zu können was ihn sehr bewegt, und durch eine gewisse Anonymität, wird das Gesagte frei von Wert und Urteil sein.


5. Ist es nicht schwierig für dich, dich immer wieder auf fremde Menschen einzulassen? Musst du dich nicht manchmal überwinden?
Nein! Ich begebe mich für die Massagen auf eine „außerpersönliche" und wertfreie Ebene. Und das wird durch unsere gewisse „Anonymität" sehr unterstützt.

Ich bin ja ganz frei von Verstrickungen bzw. habe keine „Geschichte" mit diesem Menschen.

Und wir sind doch ALLE Menschen, niemand bzw. jeder von uns ist perfekt, jeder hat seine Ecken und Kanten, schöne und weniger schöne Seiten, Außen wie Innen.

Wenn es doch aus irgendeinem Grund mal nicht so leicht ist spreche ich es offen an, um gemeinsam zu schauen woran es liegt und wie man es verändern kann.

7. Was ist das Wichtigste, was du in Deinem Beruf bis jetzt gelernt oder erfahren hast?
Mich besser kennen- und verstehen zu lernen! Das ist ein wirklicher Luxus, dass ich durch meine Arbeit so viel über mich selbst lernen darf! Es geschieht durch die Begegnung und Gespräche mit den Gästen, aber auch durch unsere Zusammenarbeit als Team im Dakini-Institut. Da wir alle sehr reflektierte, offene Menschen sind ist hier sehr viel persönliches Wachstum möglich.
Und das es eine berufliche Tätigkeit gibt die mich dauerhaft erfüllt und glücklich macht!

8. Was bedeutet Tantra für Dich in einem Wort oder Satz?
Tantra ist für mich der immerwährende Versuch höchstmöglich bewusst zu leben, in allen Facetten und Ausprägungen. Das Leben und mich selbst zu begreifen, in einer gewissen Demut vor dem was ich will und was das Leben für mich will...

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